Hilfe zur Selbsthilfe Individuelle betriebliche Qualifizierung (InbeQ) im Rahmen Unterstützter Beschäftigung (UB) nach § 38 a SGB IX
Vor dem Hintergrund einer eher geringen Akzeptanz von behinderten Menschen im Berufsleben ist eine Inklusion und Integration ins Erwerbsleben schwierig zu realisieren. Wir haben es uns seit Oktober 2009 zur Aufgabe gemacht dies zu ändern.
Auf der Grundlage des Prinzips „Erst platzieren, dann qualifizieren“, ist das Ziel unserer Arbeit die Integration der Teilnehmer auf den allgemeinen Arbeitsmarkt der Region. Dies soll eine weitgehend selbstbestimmte Gestaltung ihres Lebens ermöglichen.
Einen großen Teil unserer Arbeit, nimmt die Arbeitsplatzakquise ein. Bei der Platzierung unserer Teilnehmer, die möglicherweise nicht immer in der Lage sind, die Anforderungen klassischer Berufsbilder zu erfüllen, ist es besonders wichtig, über persönliche Kontakte entsprechende Betriebe zu suchen. In den Gesprächen mit den Betrieben ist von uns eine hohe Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Reaktion auf unsere Anfragen ist meist zögerlich und negativ behaftet. Mit Argumenten wie, behinderte Menschen können nicht gekündigt werden, sind öfter krank, sind weniger leistungsfähig und können nicht so stark belastet werden, müssen wir uns immer wieder auseinandersetzen. In der Regel wird nicht zwischen den unterschiedlichen Behinderungen unterschieden und Behinderung wird oftmals gleichgestellt mit schwerer Krankheit.
Trotz der kleinen Steine, die uns in den Weg gelegt wurden, haben wir alle Teilnehmer in verschiedene Betriebe untergebracht. Begonnen haben wir im Oktober 2009 mit 7 Teilnehmern. Mittlerweile hat sich die Zahl der Teilnehmer mehr als verdoppelt und somit auch die, der Qualifizierungstrainer.
Wir Qualifizierungstrainer, „Die von der UB“, Sandra Leiberich, Julia Schotte, seit April 2010 Robert Hadrik, Ivette Lorenz und ganz frisch dabei Cornelia Schreiber, strömen täglich in die verschiedensten Betriebe, um unsere Teilnehmer so individuell wie möglich zunächst zu erproben und anschließend zu qualifizieren. Wir begleiten sie also täglich bei ihrer Arbeit. Dabei ist es für uns als Qualifizierungstrainer sehr wichtig, selbst Lernender sein zu wollen. Wir sind in den unterschiedlichsten Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts tätig. Von Pflegeheim, über Tierpark, Fahrradwerkstatt, KFZ- Werkstatt, Catering bis hin zur Metallwerkstatt.
„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ |