Methodenmesse
Ideen die Schule machen
Pädagogische Arbeit braucht Zeit, eine genaue Planung und die Methode, die zum Erfolg führt. Was aber ist die richtige Unterrichtsmethode? Und wie gut kennen die Ausbilder ihren Auszubildenden?
Heute gibt es zirka 20 Lernstile und verschiedene Lerntypen, die verkörpert von den Jugendlichen, täglich das Handlungsgeschick der Unterrichtenden herausfordern. Die Wege sind vielfältig. In den ersten Monaten des Ausbildungsjahres 2008 hatten sich die Mitarbeiter der Rahn Schulen Halle Gedanken darüber gemacht, wie sie ihre eigene Arbeit transparent für alle Berufszweige machen können. Eine Methodenmesse im Februar durchzuführen, schien zweckmäßig. Den äußeren Rahmen zog die Wochenauftakt- veranstaltung zur Problematik "Lernen-Die Entdeckung des Selbstverständlichen", vorgetragen von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer. Das Fazit: "Das Gehirn lernt immer und die Art, wie gelernt wird, entscheidet darüber, wie präsentiert wird." Was also gehört in einen guten Unterricht? Diese Frage stellten die Teilnehmer eines Diskussionsforum in den Mittelpunkt. Am Ende entstand ein 10-Punkte-Katalog, der, obwohl der Unterricht keine messbare Größe ist, breite Zustimmung erhielt.
Rollentausch. "Den Lehr-Lern-Prozess einmal wieder anders erleben", hieß es und die Pädagogen probierten aus, was es auszuprobieren gab, um dies dann gezielt in der Wissensvermittlung anwenden zu können. Ob nun rechnergestützte Übungs- und Trainingsprogramme, IT-Fitness-Test, Online-Unterrichtseinheiten, Lernbox, Körpermodelle, Bruchstäbe, LÜK-Kasten oder multisensorischer Ansatz - intelligentes Üben und individuelles Fördern lassen sich über innovative Methoden gestalten.
Das Lernen ist keine Frage des Alters. Reflexion und Kommunikation bestimmen den Alltag. Beim wechselseitigen Austausch von Wissen und Gedanken sind Kommunikationsregeln die entscheidende Basis. In den Workshops setzten sich die Pädagogen mit einer Kommunikation auseinander, die für sie effektiv ist. Auch die Telekommunikation und das Mailing waren Gesprächsthemen unter fachkundiger Anleitung. Es kommt darauf an, die Prüfungen erfolgreich zu bestehen, das behaupten die Auszubildenden. Ein sicherer Weg dorthin ist die Projektmethode. Die Hallenser Pädagogen haben vielseitige Einsatzmöglichkeit ihrer Schützlinge kennen gelernt und zur Förderung der Handlungskompetenz fest in ihre Tätigkeit integriert. Nach einer erfolgreichen Woche steht fest: die Aktivität des Unterrichts kann in erheblichen Maß dadurch gesteigert werden, dass den Jugendlichen motivierende Aufgaben gestellt und Raum für Eigenaktivitäten geschaffen werden. Dies gilt es nun konsequent umzusetzen.
Artikel wurde verfasst von Birgit Gebauer, Stützlehrerin im Bereich Wirtschaft und Verwaltung
|
|
|