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Förderung der Internationalisierung der Berufsausbildung


Im Juni 2009 erhielten zwei Auszubildende unserer Einrichtung die Möglichkeit an einem Projekt teilzunehmen, welches dem Erwerb international orientierter Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen diente. Dabei stand die frühzeitige Anpassung an die Europäisierung der Arbeit-, Berufs- und Bildungswelt, die Herausbildung einer internationalen beruflichen Handlungskompetenz bei Nachwuchskräften und somit auch die Sicherung der beruflichen Zukunft der Jugendlichen im Land Sachsen-Anhalt im Vordergrund.
Die Projektarbeit konzentriert sich auf drei Kernbereiche: Internet- und Fremsprachenkompetenz, interkulturelle Kompetenz und internationale Fachkompetenz.
Das Projekt begann mit einer Vorbereitungs- bzw. Lernphase (e-learning), der sich eine Arbeitphase in einem Zielland mit der Bearbeitung eines betrieblichen Auftrags anschloss. Zielländer der Projektarbeiten waren acht mittel- und osteuropäische Länder.




Unterzeichnung des Vertrages

 

Tag 1:
08.06.2009- 10:30 Uhr- Hauptbahnhof Halle (Saale)
Ein Gruppe von zehn Praktikanten aus Sachsen- Anhalt versammelte sich vor dem Haupteingang des Halleschen Bahnhofs, unter ihnen waren auch Juliane Töpfer und Kevin Hoyer. Beide erlernen den Beruf Bürokaufmann/-frau im 2. Ausbildungsjahr an den Rahn Schulen Halle. "Prag kann kommen." Mit jeder Stunde stieg die Anspannung. Als wir gegen 16:00 Uhr Prag erreicht hatten, waren wir alle ein wenig erleichtert. Es war schwierig gleich am Anfang mit dem Taxiunternehmen zu kommunizieren, um ins Prager Hotel "Petr" zu fahren. Doch irgendwie haben wir das hinbekommen.  

 


Prager Museum



Tag 2:
Zuerst besuchten wir die Deutsch-Tschechische IHK.
Dort informierten wir uns über das Unternehmen, die Landesbildungspolitik als auch über die wirtschaftliche Entwicklung in Tschechien und in Prag. Während der zweistündigen Präsentation gab es viel Interessantes zu notieren.


Tag 3:
Wir fuhren zur Firma CzechInvest. "CzechInvest" ist eine Agentur, deren Hauptaufgabe darin besteht, sich für ausländische Investvorhaben einzusetzen. Man erzählte uns unter anderem, dass Deutschland einer der größten ausländischen Investoren der Region sei.
Uns wurden einige Firmen vorgestellt, die sich regional sehr gut eingegliedert haben und auch sehr erfolgreich sind.


Tag 4:
Wir waren im Skoda- Werk in Mlada`Boleslav- und wie gern hätten wir einen Skoda mitgenommen...

 




Tag 5:
Ein wenig abseits von Prag ist die EuroSchule gelegen. Wir nahmen im Klassenraum Platz, bekamen Prospektmaterial und uns wurde die Schule gezeigt und erklärt, welche Fremdsprachen dort erlernt werden können.


Tag 6:
Das war der große Tag der Abreise aus Prag und der Anreise in Budapest.


Tag 7:
Wir spazierten durch Budapest. Wir sahen uns die Sehenwürdigkeiten an und verfolgten die U-Bahn-Station, gingen Geld wechseln und ließen uns von der Sonne braten.


Tag 8:
Wir waren bei der Budapester Industrie- und Handelkammer zu Gast.
Man begrüßte uns freundlich. Es wurde fließend deutsch gesprochen. Wir lernten einiges über die Kultur und über ungarische Landessitten. Wir klärten, wie die Ausbildung in Ungarn vonstatten geht und was das Besondere an Ungarn ist. Hinzu kam, welche Aufgaben die Budapester IHK hat und dass es sich lohne, öfter nach Budapest bzw. Ungarn zu kommen.


Tag 9:
Das war ein sehr langer Tag. Mit dem Bus fuhren wir nach Székesfehérvár.
Wir besichtigten die Altstadt und die Kirche. Nach einem kurzen Stadtbummel ging es anschließend weiter in die Porzellanmanufaktur.
Die Führung begann mit einem Film über die Entstehung der Porzellanmanufaktur Herend. Wir waren gespannt auf die Produktionsbesichtigung. Die Arbeit dort ist ziehmlich anstrengend, da alles sehr schnell geht, man Fingerfertigkeit und vor allem Konzentration haben muss. Das Porzellan geht um die ganze Welt. Wir hatten sehr viel Respekt vor den Mitarbeitern.

Tag 10:
Im Unternnehmen unserer ungarischen Betreuerin sahen wir uns eine Präsentation zur Problematik "Ausbildung und Schulsystem in Ungarn" an. Es ist ein wenig so wie in Tschechien und gar nicht mit unserem dualen System zu vergleichen. Anschließend gingen wir in ein pharmazeutisches Werk.
Ein Junger Mann erzählte uns die Entwicklungsgeschichte der Firma. Wir durften einen Blick in die Labore werfen und sehen, wie die Beres-Tropfen produziert werden.


Tag 11:
Wir hatten uns entschlossen eine Schifffahrt auf der Donau zu machen. Man zeigte uns die Stadtteile Buda und Pest, die Brücken, das Parlament und erzählte uns ihre Geschichten. Es war wirklich beeindruckend und alle fanden es schade, dass die Fahrt nur eine Stunde dauerte. Einige fuhren zur Fischerbastei. Abends trafen wir uns zu einem Abschiedsessen und einer Abschiedssitzung auf der Hotelterasse.



Budapest- Parlament und Heldenplatz



Tag 12:
20.06.2009- Budapest- Hotel
Es war soweit. Irgendwie lag doch Freude in der Luft, dass es wieder in die vertraute Heimat geht. Die letzten Sachen wurden gepackt.


Weitere Informationen zum Projekt sind unter
www.azubi-europa.de zu finden.


Der Artikel wurde verfasst von Juliane Töpfer und Kevin Hoyer- Auszubildende des Bereiches Wirtschaft und Verwaltung.




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