Durch den Erwerb, die behutsame Sanierung und den Umbau des historischen Wohnhauses in der Inselstraße 18 zu einer Grundschule, schlug die Schulgesellschaft ganz neue Wege ein. Mit dem Einzug der Freien Grundschule "Clara Schumann" im Januar 2001 in das Gebäude, in dem auch das Künstlerehepaar Robert und Clara Schumann zwischen 1840 und 1844 gelebt hat, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten einer lebendigen, traditionsverbundenen und zeitgemäßen Nutzung eines historisch bedeutsamen Hauses der Stadt Leipzig.
Ganztägige schulische Bindungen gehen weit über das „normale Lernen“ hinaus. So wurde von Philosophen und Pädagogen seit alters her Muße und Stille in einem Atemzug mit Schule (schole (griech.): Ruhe und Muße) gedacht. Sie sind heute mehr denn je wichtige Größen und verleihen der Schule ein besonderes, eigenes Klima:
Sie bereiten das Kind nicht nur auf erfolgreiches Lernen vor, sondern darauf, freie Zeit für sich sinnvoll zu nutzen. Sie erleben Zeit als Anstifter, schöpferisch-spielend mit ihr umzugehen und Neigungen und Interessen zu finden.Auf diese Weise erfahren die Kinder die Welt aus anderen Perspektiven.Das Gesichtsfeld erweitert sich und sie erleben so die Wirkung ihrer Möglichkeiten, indem sie unterschiedliche Angebote und Materialien ausprobieren bzw. persönliche „Aus-Zeiten“ für ihre Bedürfnisse (auch nach Ruhe und Langsamkeit!) nutzen lernen.Das heißt: sich besser mit dieser Welt auseinandersetzen zu können.(aus unserem Buch: "Eine ganz andere Ganztagsschule" von Prof. Johanna Metz und Prof. Regina Pauls) | |