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Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

Deutsches Sprachdiplom

Konzeptionelle Leitgedanken der PDSK

 

1. Vorwort

 

Die Private Deutsche Schule Kairo [PDSK] ist eine Anerkannte Deutsche Auslandsschule, der eine deutscher Kindergarten mit einer Kinderkrippe und einer intensivierten Vorschule angegliedert sind. Träger der  PDSK ist Dr. Nermien Ismail Schools [NIS] Egypt 2000. Die PDSK wird durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen beraten.  

Das Schulgebäude befindet sich auf einem eigenen Campus umgeben von Palmen eines neu angelegten botanischen Gartens, in dem  aufstrebenden Stadtteil Neu Kairo, in unmittelbarer Nachbarschaft zur German University of Cairo und der American University in Cairo.

Spielplätze, ein Sporthalle, zwei Swimming Pools, ein Konzertraum, ein Kunststudio sowie mehrere Musikräume stehen auf dem Schulgelände zur Verfügung. Geplant sind der Ausbau des Schulrestaurants sowie einer Kinderküche. Die direkte Verkehrsanbindung an die Ring Road ist günstig. Alle Gebiete und Randgebiete der Stadt Kairo werden von dem Schulbusnetz der NIS erfasst.

Die Schule ging aus einer Kindertagesstätte hervor, welche im Jahr 2004 eröffnet wurde. Seit dem Schuljahr 2006/ 2007 lernen an der PDSK 300 Schülerinnen und Schüler in koedukativ organisierten Klassen. Etwa 20% der Kinder besitzen die deutsche, österreichische oder schweizerische Staatsbürgerschaft.

Im Januar 2007 wurde die PDSK nach ISO 9001 zertifiziert. Derzeit orientiert sich die PDSK an den Vorgaben des Qualtiätsrahmen des Bundes und der Länder für Deutsche Schulen im Ausland und bereitet sich in enger Abstimmung mit dem Prozessbegleiter der ZfA auf eine BLI vor.  

2. Die konzeptionelle Ausrichtung

"Die Private Deutsche Schule Kairo setzt es sich zum Ziel, einen Raum zu schaffen, in dem Lernende und Lehrende solche Kompetenzen erwerben, die es ermöglichen, ein glückliches und erfülltes Leben mit hoher Sensibilität und Verantwortung für sich und die Umwelt zu führen."

 

Ausgang dafür ist eine ganzheitliche Förderung motorischer, kognitiver, affektiver, sprachlicher und sozialer Wissenskomponenten, jeweils in ihrer prozeduralen und deklarativen Dimension mit besonderem Augenmerk auf die Förderung selbständigen Lernens.

 

Die Schule hat Begegnungscharakter mit deutschem Schwerpunkt. Grundlage für den Unterricht bilden die Rahmenlehrpläne des Bundeslandes Thüringen sowie die curricularen Anforderungen des Landes Ägypten in den Fächern Arabisch, Religion, Sozialkunde.

 

Darüber hinaus verfolgt die Schule ein ästhetisch-künstlerisches Profil und legt einen Schwerpunkt auf den frühen Fremdsprachenerwerb

 

Die Vorschule wird in Form einer intensivierten Vorklasse nach einem auf die Besonderheiten des Landes abgestimmten Programm realisiert. Sie ist inhaltlich und konzeptionell mit der flexiblen Eingangsphase der Grundschule verschränkt. Bereits hier ist die Förderung von Fremdverstehen, Toleranz sowie Techniken des interkulturellen Dialogs Fokus der täglichen Arbeit. Der Vorschule ist ein Wüstenkindergarten angegliedert, welcher es sich zum Ziel setzt die Sensibilität im Hinblick auf die einheimische Natur und den Schutz derselben zu fördern.

 


2.1 Ästhetisch-künstlerisches Profil

 

Sensibilität und eine differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit sind nicht nur Grundlagen für erfolgreiche Kommunikationen sondern auch die Voraussetzung für eine als reichhaltig empfundene Lebenswelt. Die PDSK setzt sich zum Ziel, die Herausbildung dieser Fähigkeiten durch curriculare Zusatzangebote zu fördern. Das ästhetisch-künsterische Profil wird in der Stundentafel durch Fächer, wie Theater, Kunst, Ballett, Tanz und Musik berücksichtigt. Der Unterricht in diesen Bereichen erfolgt in Anlehnung an den musikalisch-ästhetischen Ansatz, welcher von Prof. Pauls und Prof. Metz entwickelt worden ist und an den allgemein bildenden Schulen der Rahn Dittrich Group erfolgreich implementiert ist.

 

 

2.2 Sprachförderung

 

Die Unterrichtssprache in allen Jahrgangsstufen ist Deutsch. Ausgenommen davon sind die Fächer Arabisch, Religion, ägyptische Sozialkunde sowie der Fremdsprachenun-terricht und bilinguale Lernsequenzen. [Englisch, Französisch, Arabisch als Fremdsprache, Chinesisch, Russisch]

 

Der Erwerb von Grundkenntnissen in der Deutschen Sprache erfolgt im Kindergarten und in der Vorschule hauptsächlich auf der Basis von Immersion.  Ergänzt wird diese Form des Spracherwerbs durch kognitivierende Verfahren in dafür vorgesehenen DaF-Sequenzen bzw. im Deutschunterricht.  

Auf der Grundlage eines anerkannten Curriculums soll der DaF-Unterricht die Lernenden auf die Prüfungen für das Deutsche Sprachdiplom I bzw. II systematisch vorbereiten. Er übernimmt darüber hinaus Funktionen der sprachlichen Begleitung und Integration innerhalb des deutschen Curriculums. In enger Anbindung an die geisteswissenschaftlichen Fächer soll hier ein zeitgemäßes Bild von Deutschland vermittelt werden.

 

Die Förderung von Sprachbewusstsein - die Sensibilität und Wahrnehmung von Sprache sowie explizites und implizites Wissen im Hinblick auf das Erlernen, Unterrichten und die Verwendung von Sprache - bildet einen integralen Bestandteil des ästhetischen Konzepts der Schule. Sie dient nicht zuletzt der Steigerung der Kommunikationsfähigkeit. Methodische Grundlage dafür, ist die frühe „Begegnung“ mit verschiedenen Sprachen und der daraus natürlich resultierende Sprachvergleich.

 

So werden bereits im Kindergarten, neben der deutschen Sprache, Englisch, Arabisch und Arabisch als Fremdsprache mit dem Ziel der Sprachsensibilisierung unterrichtet. Der Deutschunterricht wird zum Teil ergänzend als Förderunterricht in Kleingruppen oder als Einzelunterricht erteilt. Im Kindergarten wird der Lernfortschritt von eigens dafür eingesetzten Kollegen wöchentlich diagnostiziert. Weitere Fremdsprachen sind ab der 5. Klasse in die Stundentafel integriert.

 

Der Erwerb von Lese- und Schreibfertigkeiten wird in Deutsch, Arabisch, Englisch im Kindergarten vorbereitet und während des zweiten Vorschulhalbjahres intensiviert. Unterrichtsinhalte aus der Jahrgangsstufe 1/2 werden hier vorentlastet.  Der frühe Schriftspracherwerb soll die Möglichkeiten des selbständigen Lernens fördern und zusätzliche sprachpraktische Übungsfelder erschließen sowie den Übergang in die erste Klasse erleichtern.

 

 

2.3 Interkultureller Dialog

 

Die Förderung des interkulturellen Dialogs ist ein erklärtes Bildungsziel der Schule. Die Schule verfolgt ein Begegnungskonzept, welches sowohl das deutsche als auch das ägyptische Curriculum berücksichtigt. In koedukativen Klassen mit Lernenden unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft erleben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Bereicherung aufgrund kultureller Vielfalt. Für die Lernenden mit unterschiedlichem religiösen Hintergrund wird an der Schule christlicher und islamischer Religionsunterricht angeboten.

 

In der Sache selbst bedingt, generiert der Unterricht in dieser kulturell vielfältigen Umgebung komparatistische Elemente. Allein die Konfrontation der Lernenden mit den unterschiedlichen Bedeutungen und Konzepten im Prozess des Sprach- bzw. Fremdsprachenerwerbs macht hier den interkulturellen Dialog zum Lernprinzip schlechthin. Im Ergebnis entsteht eine ganz besondere Form des Reflexionswissens bzw.  interkulturelles Bewusstsein.

 

 

3. Abschlüsse

 

Auch im Sekundarschulbereich folgt die PDSK dem Curriculum des Bundeslandes Thüringen mit besonderer Betonung der Erlernung der englischen Sprache. Entsprechend den derzeit geltenden Regelungen zur Erlangung der Hochschulreife an deutschen Schulen im Ausland, kann die allgemeine Hochschulreife nach der 12. Klasse erworben werden und ist mit einer Hochschulzugangsberechtigung verbunden.


Das Thanaweya Amma wird den derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen des Landes Ägypten folgend  nach der 12. Klasse abgelegt. Für Schülerinnen und Schüler dieses Zweiges ist der Erwerb des Deutschen Sprachdiploms II beabsichtigt. Der Stundenanteil in deutscher Sprache wird daher in den Jahrgangsstufen 11 und 12 von den Anforderungen für die Erlangung des Deutschen Sprachdiplom mitbestimmt.

 

 

4. Qualifikationen der Lehrkräfte

 

Der Unterricht wird von Muttersprachlern mit deutschem Abschluss für die entsprechenden Lehrämter durchgeführt. Ergänzende Fächer können auch von Lehrenden mit vergleichbarer oder höherer Qualifikation unterrichtet werden. Für das Unterrichten der Fächer des ägyptischen Curriculums ist ein entsprechender Hochschulabschluss, welcher zum Lehren an einer allgemein bildenden Schule berechtigt, eine Voraussetzung. Die Lehrenden werden von dem Schulleiter/ der Schulleiterin ausgewählt und in Absprache mit der NIS nach bestimmten Qualitätskriterien augesucht eingestellt. Die Einstellung der in Deutschland angeworbenen Lehrenden erfolgt nach Probestunden.  Für Lehrkräfte, die aus dem Pool der Zentralstelle für Auslandsschulwesen vermittelt werden, können Sonderregelungen getroffen werden.

 

Für die Arbeit als Gruppenbetreuerin im Kindergarten ist ein Abschluss als Kindergärtnerin, Erzieherin, Pädagogin, Sozialpädagogin oder Sonderschulpädagogin Voraussetzung.

 

Die Fort- und Weiterbildung der Lehrenden ist unternehmensintern und unternehmensextern, insbesondere in Kooperation mit der ZfA organisiert.

 

5. Die konzeptionellen Fächer der Privaten Deutschen Schule Kairo

 

Die konzeptionell bedingten Fächer werden zu einem Block Ästhetisch-Künstlerische Ergänzungsfächer zusammengefasst und dienen der Sensibilisierung der Lernenden im Hinblick auf sich und ihre Umgebung sowie  der Bewusstmachung von Kommunikationsprozessen. Grundsäulen hierfür bilden die Schulung der Wahrnehmung und des Ausdrucksvermögens in den Bereichen Körper und Sprache, insbesonder auch durch die musikalisch-künstlerische Früherziehung.  Die Umsetzung erfolgt durch Fächer wie Theater, Tanz/ Ballett, aber auch durch Ergänzungsangebote in den Fächern Musik und Kunst, bzw. den Instrumentalunterricht [Klavier, Flöte, Gitarre, Violine, Orff-Instrumentarium].

 

Die konzeptionellen Fächer der PDSK werden z.T. als verpflichtende Zusatzfächer in die Stundentafel integriert und können immer dann auch Pflichtstundenteile abdecken, wenn die konzeptionellen Stunden eine inhaltliche Erweiterung der Pflichtstunden sind bzw. mit diesen eine inhaltliche Einheit bilden. Der Zusatzunterricht findet als Klassenunterricht oder in Kleingruppen statt. Die Schüler erhalten auch in den Zusatzfächern Noten. Diese werden auf den Zeugnissen gesondert ausgewiesen.

 

Zur Förderung individueller Interessen finden darüber hinaus Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag statt. [z.B. Klavier, Flöte, Gitarre, (Violine), Judo, Ballett, Theater, Gesang, Arabische Literatur, Englisch, Logisches Denken, Deutsch, Sportspiele, Schwimmen, Computer] Ein Schulchor ist sowohl im Kindergarten und in der Schule vorhanden.

 

Inhalte  des Faches Theater/ Sprechen u. Darstellen

Ausgehend von der Intention der Sprecherziehung konzentriert sich der Unterricht auf Elemente der Stimmbildung, Phonetik, Rhetorik und des Schauspiels. Wichtig ist hierbei auch das Verdeutlichen von Phonem-Graphem-Zuordnungen,  um den Schriftsprach­erwerb zu fördern. 

Grundlage und Ausgangspunkt des Unterrichts bildet der natürliche, spielerische und kreative Umgang der Kinder mit ihrer Stimme, welcher dann in einer Bewusstmachung der Funktionsweise der Stimme – Bau und Funktion der Sprechorgane, Entstehung des Klanges, Bildung der Konsonanten, Vokale und Vokalverbindungen – mündet.

Unterrichtsgegenstände sind u.a. Kinderreime, Sprüche, Verse oder auch Sprechkanons, an deren Beispiel sich die Kinder mit unterschiedlichen phonetischen Phänomenen  beschäftigen können.  Der didaktische Transfer findet z. B. in Theaterstücken oder fächerübergreifenden Projekten im Fremdsprachen- und Musikunterricht statt.

  

Inhalte des Fächerkomplexes Ästhetik  im Kindergarten und in der Vorschule

Die Fächer Musik, Tanz/ Ballett, Theater/ Sprechen und Darstellen bilden die Grundlage der ästhetischen Ausbildung in der ersten und zweiten Klasse. Die Kinder setzen sich spielend  mit  folgenden Bereichen auseinander:

 

4       Singen und Sprechen

4       Bewegen und Tanzen

4       Musik hören und Klänge erlauschen

4       Musikinstrumente kennen lernen (Schwerpunkt. Orff–Instrumentarium)

4       Instrumente spielen und den Körper als Instrument entdecken

4       Szenisches Darstellen

4       Gestalten und Umgehen mit Materialien und Farbe

 

Für Kinder, die noch kein Instrument spielen, kann diese Phase der ästhetischen Frühförderung im Kindergarten und in der Vorschule ein attraktives Angebot sein, sich spielerisch und ohne die Notwendigkeit zu Hause zu üben oder ein eigenes Instrument zu besitzen mit Musik, Kunst und rhythmischer Bewegung zu beschäftigen.

 

Der Instrumentalunterricht [z.B. Klavier, Flöte, Gitarre, Violine] an der PDSK stellt eine Intensivierung der musikalischen Ausbildung dar und versteht sich als geeignete Stimulierung der schöpferischen Wesenskräfte der Kinder.

Alle Kinder werden die Möglichkeit erhalten, an der PDSK ein Instrument zu erlernen. Dazu sollen Übungsräume zur Verfügung stehen, in denen der Instrumentalunterricht in Arbeitsgemeinschaften mit den inhaltlichen Schwerpunkten Ensemblearbeit, Stimmbildung, Gesang, Improvisation und Komposition etabliert werden kann.

 

6. Evaluation der Lernergebnisse

Eine reichhaltige Lernumgebung, welche viel Raum für Entdeckungen bietet, soll die Schülerinnen und Schüler zum selbständigen, holistischen Lernen anregen. Mit dem Ziel der Förderung von Lernerautonomie wird ein besonderes Augenmerk auf das „Verhandeln“ von Lernzielen, das Transparentmachen von Problemlösungsverfahren sowie die  Herausbildung, Verwendung und Bewertung von Lernstrategien gelegt.

Die Bewertung des eigenen Lernverhaltens nimmt hierbei einen wichtigen Platz ein. Anhand von aufgestellten Gütekriterien sollten die Lernenden in der Lage sein, ihren Lernerfolg selbst zu bewerten. Die Auseinandersetzung mit Fehlern soll als diagnostisches Instrument und als Lernanstoß dienen. In diesem Zusammenhang wirken die Lehrenden in der Rolle als learning facilitator.

Darüber hinaus sollen individuelle Lernstandsanalysen dazu beitragen, Potentiale und Defizite frühzeitig zu erkennen, gezielt zu fördern bzw. zu kompensieren. Im Kindergarten, in der Vorschule sowie in der Klassenstufe 1/ 2 wird dazu halbjährlich eine adaptierte und ins Arabische übersetzte Form eines anerkannten Evaluationstests verwendet. Diese Evaluation erfasst die Fähigkeitsbereiche: sprachliche Intelligenz, logisch-mathematische Intelligenz, wissenschaftliche Intelligenz, praktische Intelligenz, Bewegungsintelligenz, soziale Intelligenz und musikalische Intelligenz.

In jeder Klassenstufe werden Zeugnisse jeweils zum Schulhalb- und -endjahr ausgestellt. Die Zeugnisse enthalten eine verbale Beurteilung und Noten in Betragen, Fleiß, Ordnung und Mitarbeit. Zensuren in den einzelnen Fächern gibt es ab der zweiten Klasse. In der ersten Klasse wird zusätzlich zum offiziellen Zeugnis eine Einschätzung der Lernleistungen mit Lernempfehlungen für die Kinder in Form eines Briefes herausgegeben. Die Lernstandsanalysen orientieren sich an den geltenden Vorgaben des Bundeslandes Thüringen in Abgleich mit den Regelungen für Deutsche Schulen im Ausland und schulinternen Vorgaben.

Die Fächer Arabisch, Arabisch als Fremdsprache und ägyptische Heimatkunde werden gesondert  als Noten sowie Punkte in Entsprechung mit dem ägyptischen Bewertungssystem aufgeführt.

 

 

7. Aufnahme von Schülerinnen und Schülern

 

7.1 Kindergarten/ Vorschule

 

Grundlage für die Aufnahme in den Kindergarten ist eine offizielle Anmeldung, die Teilnahme an den Einstufungstests sowie das Einreichen der erforderlichen Dokumente.

Die Plätze im Kindergarten und in der Vorschule werden ausschließlich nach einer vorgegebenen Punkteskala vergeben. Die Durchführung der Tests wird durch eine berufene Aufnahmekommission überwacht.  

Eine Aufnahme von Kindern ohne Deutschkenntnisse kann bis zum Alter von vier Jahren in die Gruppen des Kindergartens erfolgen, für alle späteren Jahrgangsstufen sind Kenntnisse der deutschen Sprache und der Nachweis einer deutschen oder eine mit dieser vergleichbaren Bildungsbiografie Voraussetzung. Kinder mit deutscher Muttersprache werden bei der Aufnahme an die PDSK bevorzugt.

 


7.2 Schule

 

Grundlage für die Aufnahme in die Grundschule ist ein bestandener Schuleingangstest. Die Entscheidung über die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt nach pädagogischen Maßgaben und obliegt einer Aufnahmekommission. Sie erfolgt nach festgelegten, öffentlich zugänglichen Kriterien.

 

Nach Feststellung geeigneter Bildungsvoraussetzungen durch die Aufnahmekommission ist ein Quereinstieg in den einzelnen Klassenstufen möglich. Solche Voraussetzung ist z.B. bei einem Umzug von deutschsprachigen Kindern nach Ägypten mit guten bzw. sehr guten schulischen Leistungen gegeben. Ein Quereinstieg von Kindern ohne adäquate Vorkenntnisse [vgl. RRL des Bundeslandes Thüringen] ist ausgeschlossen. Dazu gehören auch Schülerinnen und Schüler, die an anderen deutschen Schulen im Ausland nicht versetzt worden sind.

 

Voraussetzung für die Aufnahme an die PDSK ist die Vorlage eines  Schulzeugnisses bzw. eines Versetzungszeugnisses von der vorher besuchten Schule.

 

 

8. Versetzung, Aufrücken, Wiederholen

 

Die Versetzung von Kindern aus dem Kindergarten in die Vorschule obliegt der Entscheidung der vom Schulleiter berufenen Kommission der Schule. Die Aufnahme der Kinder aus der Vorschule in die Grundschule erfolgt auf der Basis eines erfolgreichen Schuleingangstest. Ein nicht bestandener Schuleingangstest macht eine Aufnahme in die Grundschule unmöglich.

 

Die Versetzung bzw. das Aufrücken oder Wiederholen erfolgt auf Basis der aktuellen Versetzungsordnung.

 

9. Schülervertretung

Ab Klassenstufe 3 nehmen an der PDSK gewählte Schülersprecher verschiedene Aufgaben der Mitgestaltung des Schullebens wahr. Möglichkeiten der Partizipation stellen in diesem Zusammenhang die Option der Teilnahme an der Koordinatorenkonferenz zu relevanten Themen sowie die Publikation der Schülerzeitung dar. Der Schülervertretung wird darüber hinaus einen strategischen Beitrag als Mitglied der Steuergruppe leisten.



10. Elternarbeit und Öffnung der Schule

Die Elternarbeit an einer Schule mit im Ausland ist von hoher Bedeutung, nicht zuletzt da nicht allen Eltern die Struktur und die Grundabsichten des deutschen Bildungssystems vertraut sind.  Hier gilt es, Bildungsabsichten transparent zu machen sowie kulturelle Sensibilitäten einzufangen und in der täglichen Arbeit zu berücksichtigen.

 

Die Organisationsform der Schule sichert den Eltern Möglichkeiten, schnell mit der Schule in Kontakt zu treten:

 

-          Wöchentliche Sprechzeiten der Lehrenden/ des Schulleiters

-          Individuelle Gespräche zum Leistungsstand der Lernenden

-          Elternabende

-          Elternkontakthefte

-          Kontakt zum Schulsekretariat

-          Kontakt über die Elternvertreter

 

Darüber hinaus sichert der Elternbeirat der Schule einen engen Austausch zwischen Eltern und Schule und unterstützt Projekte, Spiel- und Sportfeste, Schulfeste, den „Tag der offenen Tür“, Exkursionen und Klassenfahrten.



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